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Sassafrasbaum
(Sassafras albidum)

Andere Bezeichnungen: Fenchelholzbaum, Seidiger Fenchelholzbaum, Fieberbaum

Sassafrasbaum
Sassafrasbaum im August

Der Sassafrasbaum ist beheimatet in nordöstlichen Nordamerika, hinunter bis in das südliche Florida und wurde 1633 in Europa eingeführt. Mit seinen eigenwilligen Blattformen ist er einzigartig und lässt sich nicht mit anderen Gehölzarten verwechseln. Im Europäischen ist der Sassafrasbaum, sowohl ein- als auch mehrstämmig oder als ein großer Strauch, in vielen Parkanlagen anzutreffen. In seiner Heimat erreicht der Baum etwa 18 Meter an Höhe und zeigt im Alter eine oft unregelmäßige Krone. Durch Wurzelsprosse ist der Sassafrasbaum in der Lage, sich auch vegetativ zu vermehren.

Die wechselständig angeordneten Blätter können ungelappt oder im oberen Spreitenteil mit bis zu drei Lappen auftreten. Soweit vorhanden, ist der Mittellappen an der Basis deutlich schmäler als im Lappenmittelteil. Im Umriss sind die 5-16 cm langen Blätter elliptisch bis eiförmig; die Basis ist überwiegend keilförmig. Ober- wie unterseits sind die ganzrandigen Blätter kahl; der unterseitige Farbton fällt blaugrün aus.

Blätter des Sassafrasbaums
Sassafrasbaum: Blattoberseiten (li.), Blattunterseiten (re.)

Blätter des Sassafrasbaums
Sassafrasbaum: Gelappte u. ungelappte Blätter (li. u. Mitte), Blattunterseite (re. unten)

Die Blütezeit setzt bei dem Sassafrasbaum ab April ein, zusammen mit dem Laubaustrieb. Die Blüten treten in einer den Blattachseln entspringenden Traube auf, sind eingeschlechtlich oder zwittrig sowie ein- oder zweihäusig verteilt. Die 6 länglichen Kelchblätter sind gelbgrün, Kronblätter fehlen. Bei zwittrigen bzw. weiblichen Blüten ragt der Griffel sehr weit heraus. Die Staubblätter fallen durch ein dunkleres Gelb auf.

Sassafrasbaum: Knospen
Sassafrasbaum: Knospe im Dezember (li.), aufbrechend im April (Mitte u. li.)

Sassafrasbaum: Blüten (zwittrig)
Sassafrasbaum: Blütenstände (mit zwittrigen Blüten) im April

Es entwickeln sich nach der Blüte bis zu 1 cm lange, blauschwarz bereifte, ovalförmige Steinfrüchte. Der Fruchtstiel ist auffallend rot und fleischig.1) Die Früchte sind für den menschlichen Verzehr nicht geeignet.

Die grau-bräunliche Borke des Sassafrasbaum ist schon bei jüngeren Exemplaren tief gefurcht.

Sassafrasbaum: Borken
Sassafrasbaum: Borke bei einem Strauch (li.), Stammborke bei jüngeren Bäumen (Mitte u. re.)

Die Indianer haben die nach Fenchel duftende Wurzelrinde zum Kauen wie auch als Tabakersatz und Getränkewürzmittel benutzt.
Durch Wasserdampfdestilation des Holzes oder der zerfaserten Wurzelrinde lässt sich das aromatische Sassafrasöl gewinnen, dessen Hauptbestandteil das Safrol ist. Das krebserregende Safrol ist u. a. ein Grundstoff für die Hersellung von Ecstasy und ist daher, ebenso wie das Sassafrasöl selbst, innerhalb der EU hinsichtlich Herstellung und Vertrieb genehmigungspflichtig.


Weiterführende Links: Anmerkungen:
1) siehe auch die sehr gute Aufnahme auf Prairie Garden Trust: Früchte des Sassafrasbaums

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