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Lindenblättrige Birke
(Betula maximowicziana)

Andere Bezeichnungen: Grossblättrige Birke

Lindenblättrige Birke
Lindenblättrige Birke im Botanischen Garten Frankfurt a. Main

Die Lindenblättrige Birke ist in unseren Breiten als Stadt- und Gartenbaum anzutreffen. Beheimatet in großen Teilen von Japan, wurde sie erstmalig 1888 in Europa eingeführt. Ihre großen Blätter mit der herzförmigen Basis erinnern in hohem Maße an Lindenblätter (= umgangssprachliche Namensherkunft). Im Gegensatz zu vielen ihrer Gattungsverwandten, etwa der Sand-Birke (Betula pendula), stellt die Lindenblättrige Birke höhere Ansprüche an den Boden, bspw. frisch lehmig und fällt damit als klassisches Pioniergehölz aus. Mit einem hohen Alter aber, bis zu etwa 280 Jahren, stellt die Lindenblättrige Birke ihre Gattungsverwandten locker in den Schatten. In der Jugend sehr schnellwüchsig, kann die Lindenblättrige Birke eine Höhe bis etwa 30 Meter erreichen.

Mit überwiegend im spitzen Winkel aufsteigenden Hauptästen ist die Krone locker aufgebaut. Schon in ihrer Jugend folgt die Lindenblättrige Birke keiner strengen Kronenform.

Junge Lindenblättrige Birken
Junge Lindenblättrige Birken

Im Gegensatz zu anderen Birkenarten lässt sich die Lindenblättrige Birke über ihre Blätter relativ einfach dingfest machen:

Blätter der Lindenblättrigen Birke, jeweils Ober- u. Unterseite
Lindenblättrige Birke: Blattoberseiten (li.), Blattunterseiten (re.)

Blätter der Lindenblättrigen Birke, jeweils Ober- u. Unterseite
Junge Blätter einer Lindenblättrigen Birke im Apri: Blattoberseite (li.), Blattunterseite (re.)

Wie alle Birken, ist auch die Lindenblättrige Birke einhäusig und getrenntgeschlechtlich veranlagt. Bereits in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres sind die männlichen Blütenstände erkennbar, die bis zur Blüte im kommenden Frühjahr „überwintern“: als grünfarbene Kätzchen am Ende vorjähriger Triebe.
Über den Winter verharren die weiblichen Blüten in den Blattknospen am Trieb unterhalb der männlichen Blütenstände. Die sich im Frühjahr entwickelnden, zunächst straff aufrecht und später zu 3-4 hängenden weiblichen Kätzchen, sind gestielt und besitzen bei Reife eine Länge über 5 bis 7 cm.

Die Borke der Lindenblättrigen Birken fällt weiß-gräulich aus, oftmals versehen mit einem Orangestich. Bei jüngeren Exemplaren stechen gelegentlich, übrigens sehr markant, die orange-bräunlichen Lentizellen hervor, die später der Borke ein feines Querstreifenmuster verleihen. In sehr dünnen und schmalen oder größeren Streifenstücken ist die Borke stellenweise abrollbar.

Borken Lindenblättriger Birken
Lindenblättrige Birken: jüngere Bäume (1 u. 2), älterer Baum (3 u. 4)

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