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Gehölz-Briefmarken
Die sommergrüne Sumpf-Eiche ist über den mittleren bis zum nordöstlichen Teil von Nordamerika zuhause und erreicht dort Höhen bis ca. 27 Meter. Anders als es der Name vermuten lässt, kommt sie nicht in den Sumpfgebieten vor sondern bevorzugt nasse Flächen, gerne auch Überschwemmungsbereiche von Flüssen. Dessen ungeachtet kommt die flach wurzelnde Sumpf-Eiche auch mit trocken-saueren Böden zurecht und gibt sich in Deutschland zunehmend als pflegeleichter Straßen-- und Parkbaum die Ehre.
Der raschwüchsige Baum hat oftmals einen bis zum Wipfel durchgehenden Stamm, womit er sich von der im Laub sehr ähnlichen Scharlach-Eiche (Quercus coccinea) abgrenzt. Während die unteren Äste meistens hängend sind, stehen die mittleren Äste ± waagerecht und die oberen Äste steigen steil auf. Die Krone ist dicht verzweigt und zeigt oftmals in ihrem Inneren auch abgestorbene Zweige. Hinsichtlich ihrer Gestalt fällt die Krone ei- bis kegelförmig aus.
Die jungen Triebe fallen glänzend rotbraun aus.
Eine sichere Bestimmung der Sumpf-Eiche nur über deren Blätter ist kaum möglich, da sich diese über weite Teile mit den Blättern der Scharlach-Eiche decken. Abgrenzend zur Scharlach-Eiche können folgende Merkmale bestimmend sein, so nur genügend viele der wechselständig angeordneten, einfachen Blätter eines Exemplars betrachtet werden:
Die Lappen sind länglich oder dreieckig und nahezu immer grannig gezähnt; hierbei sind die Grannen als Fortsetzung der Lappenzähne bzw. der Lappenspitze tws. länger und sehr beweglich.
Oberseits ist das Blatt kahl und satt-grün. Unterseits ist das Blatt heller, ebenfalls kahl und nur entlang der Mittelader befinden sich dauerhaft zunächt weißfarbene, später braune Achselbärtchen.
Die Sumpf-Eiche ist, wie bei der Gattung Quercus immer, einhäusig wie eingeschlechtlich veranlagt.
Im Herbst des zweiten Jahres nach der Befruchtung der weiblichen Blüten, entwickeln sich die „Eicheln“ zur Reife hin; bei der Sumpf-Eiche sind dies in einem sehr flachen Fruchtbecher eingebettete, überwiegend halbkugelige Nüsse. Die im ersten Jahr kleinen, noch nahezu vollständig vom Fruchtbecher umschlossenen Nüsse, sind bei Reife im zweiten Jahr bis ca. 1,5 cm breit und etwa genauso lang. Sie treten, sitzend oder sehr kurz gestielt, im Allgemeinen einzeln am Trieb auf.
Spätestens mit den Früchten der Sumpf-Eiche gelingt die Abgrenzung zur Scharlach-Eiche immer: Die Fruchtbecher der Scharlach-Eiche umschließen die reife Nuss zu einem Drittel bis zur Hälfte, während die Sumpf-Eiche es lediglich bei einem sehr flachen Fruchtbecher belässt.
Die bei jungen Bäumen zunächst silbergrau nahezu glatte Borke entwickelt sich später zu einer rauen, rötlichgrauen Borke mit helleren braunrötlichen Rissen.
Eine Gegenüberstellung der Unterschiede zwischen der Sumpf-Eiche und der Scharlach-Eiche mag das Verwechslungsrisiko verringern.
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