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Schmalblättrige Ölweide
(Elaeagnus angustifolia)

Schmalblättrige Ölweide
Schmalblättrige Ölweide auf einer Ruderalfläche im August

Die sommergrüne Schmalblättrige Ölweide ist als Strauch oder als ein kleiner Baum bis etwa 6 Meter Höhe anzutreffen. Neben mehreren Ölweiden-Arten gibt sich die Schmalblättrige Ölweide in Mittel-Europa am häufigsten ein Stelldichein bzw. ist dort bereits sehr lange in Kultur. Vor allem bei den Sträuchern fallen ihre dornenbewehrten Äste und Zweige sofort auf. Beheimatet in West- u. Zentralasien, kommt sie in unseren Breiten in Gärten oder als Stadtgehölz vor und auch verwildert an sonnigen Plätzen, Ruderalflächen, Uferbereichen und in Auenwäldern; auch mit nährstoffarmen Böden kommt die Schmallblättrige Ölweide sehr gut zurecht.

Schmalblättrige Ölweide im Mai
Schmalblättrige Ölweide in einem Stadtpark im Mai

Die ganzrandigen, wechselständig angeordneten Blätter haben eine schmal-lanzettliche bis elliptische, häufig auch schwach eiförmige Form und sind zwischen 4 bis 8 cm lang. Das Blattende ist spitz, zuweilen auch abgerundet. Die Basis ist überwiegend keilförmig, stellenweise auch abgerundet. Auffällig ist die Blattunterseite: silbergrau bis grauweiß dicht beschuppt. Oberseits ist das Blatt mattgrün, versehen mit einer sternförmigen Behaarung und oftmals silberschülferig (= mit silberfarbenen Einsprengseln versehen). Der annähernd weißfarbene, beschuppte Blattstiel besitzt eine Länge zwischen 0,4 cm bis ± 0,9 cm.

Blätter der Schmalblättrigen Ölweide
Blätter der Schmalblättrigen Ölweide (hellere Blattseiten = Blattunterseite, dunkelgrün = Blattoberseite)

Die Eigenschaft „schmalblättrig“, in der Artbezeichnung schon einbegriffen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Blätter gibt, die weniger schmal denn ausgeprägt eiförmig sein können.1) Am Grund vieler Blätter ist eine kleine separate Verdickung zu sehen, die dort noch als Bestandteil der vergangenen Blüte (= Auswuchs der Kronröhre) existiert.

Blätter der Schmalblättrigen Ölweide
Schmalblättrige Ölweide (August): diesjähriger Trieb (1), Blattoberseite (2), Blattunterseite (3)

 Schmalblättrige Ölweide: Blattdetails
Schmalblättrige Ölweide: Blattlängen, hellere Seite = Blattunterseite (1), Blattoberseite (2), Blattunterseite (3), junger Trieb (4)

 Schmalblättrige Ölweide: Blattwerk, Zweigdornen
Schmalblättrige Ölweide: Blattwerk (Juni) und Zweigdornen

Ab etwa Mai/Juni setzt die Blütezeit ein. Es können auf der Schmalblättrigen Ölweide zwittrige und/oder auch nur männliche Blüten auftreten, die jeweils zu 2-4 an den Blattachseln in Erscheinung treten und eine glockige Form aufweisen. Es liegt eine „einfache Blütenhülle“ vor, d. h. in diesem Fall fehlen die Kronblätter und es treten lediglich die vier innerseits gelben Kelchblätter, sich nach oben hin kurz aufteilend, in Erscheinung; außen sind die Kelchblätter grünfarben und silbrig behaart. Die kleinen ca. 1 cm breiten Blüten sind kurz gestielt und verströmen sparsam einen feinen aparten Duft.

 Schmalblättrige Ölweide: Blüten
Blüten der Schmalblättrigen Ölweide Ende Mai

Im Zeitraum Juli/August gelangen die ellipsoiden, Steinfrüchte zur Reife. Ihre Längen liegen zwischen 1-2 cm; der Farbton der mehlig-fleischigen Fruchtwand fällt zart gelb bis gelb-braun aus. Das Fruchtfleich ist eiweißreich und für den menschlichen Verzehr geeignet.

Details der Schmalblättrigen Ölweide
Schmalblättrige Ölweide: Kurz vor der Reife stehende Früchte, Ende August

Die Borke an Bäumen ist zunächst längs faserrissig und entwickelt sich bei älteren Exemplaren zu einer längsrissigen Schuppenborke. Oftmals lässt sich an den Stämmen der Schmalblättrigen Ölweide eine Drehung der Borke beobachten.

Stammborken Schmalblättriger Ölweiden
Stammborken Schmalblättriger Ölweiden


Anmerkungen:
1) Unterschiedliche Blattformen zeigt auch arboretumwespelaar.be.

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