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Bäume in Darmstadt |
Gehölz-Briefmarken
Die sommergrüne Schmalblättrige Ölweide ist als Strauch oder als ein kleiner Baum bis etwa 6 Meter Höhe anzutreffen. Neben mehreren Ölweiden-Arten gibt sich die Schmalblättrige Ölweide in Mittel-Europa am häufigsten ein Stelldichein bzw. ist dort bereits sehr lange in Kultur. Vor allem bei den Sträuchern fallen ihre dornenbewehrten Äste und Zweige sofort auf. Beheimatet in West- u. Zentralasien, kommt sie in unseren Breiten in Gärten oder als Stadtgehölz vor und auch verwildert an sonnigen Plätzen, Ruderalflächen, Uferbereichen und in Auenwäldern; auch mit nährstoffarmen Böden kommt die Schmallblättrige Ölweide sehr gut zurecht.
Die ganzrandigen, wechselständig angeordneten Blätter haben eine schmal-lanzettliche bis elliptische, häufig auch schwach eiförmige Form und sind zwischen 4 bis 8 cm lang. Das Blattende ist spitz, zuweilen auch abgerundet. Die Basis ist überwiegend keilförmig, stellenweise auch abgerundet. Auffällig ist die Blattunterseite: silbergrau bis grauweiß dicht beschuppt. Oberseits ist das Blatt mattgrün, versehen mit einer sternförmigen Behaarung und oftmals silberschülferig (= mit silberfarbenen Einsprengseln versehen). Der annähernd weißfarbene, beschuppte Blattstiel besitzt eine Länge zwischen 0,4 cm bis ± 0,9 cm.
Die Eigenschaft „schmalblättrig“, in der Artbezeichnung schon einbegriffen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Blätter gibt, die weniger schmal denn ausgeprägt eiförmig sein können.1) Am Grund vieler Blätter ist eine kleine separate Verdickung zu sehen, die dort noch als Bestandteil der vergangenen Blüte (= Auswuchs der Kronröhre) existiert.
Ab etwa Mai/Juni setzt die Blütezeit ein. Es können auf der Schmalblättrigen Ölweide zwittrige und/oder auch nur männliche Blüten auftreten, die jeweils zu 2-4 an den Blattachseln in Erscheinung treten und eine glockige Form aufweisen. Es liegt eine „einfache Blütenhülle“ vor, d. h. in diesem Fall fehlen die Kronblätter und es treten lediglich die vier innerseits gelben Kelchblätter, sich nach oben hin kurz aufteilend, in Erscheinung; außen sind die Kelchblätter grünfarben und silbrig behaart. Die kleinen ca. 1 cm breiten Blüten sind kurz gestielt und verströmen sparsam einen feinen aparten Duft.
Im Zeitraum Juli/August gelangen die ellipsoiden, Steinfrüchte zur Reife. Ihre Längen liegen zwischen 1-2 cm; der Farbton der mehlig-fleischigen Fruchtwand fällt zart gelb bis gelb-braun aus. Das Fruchtfleich ist eiweißreich und für den menschlichen Verzehr geeignet.
Die Borke an Bäumen ist zunächst längs faserrissig und entwickelt sich bei älteren Exemplaren zu einer längsrissigen Schuppenborke. Oftmals lässt sich an den Stämmen der Schmalblättrigen Ölweide eine Drehung der Borke beobachten.
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