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Bäume in Darmstadt

Gewöhnlicher Liguster
(Ligustrum vulgare)

Andere Bezeichnungen: Rainweide, Beinholz

Gewöhnlicher Liguster
Gewöhnlicher Liguster im September

Der Liguster ist in europäischen Breiten und darüber hinaus sehr häufig anzutreffen. Insgesamt gibt es etwa 40 Arten, von denen aber nur 4 Arten im europäischen Raum als Gartenstrauch bzw. städtische Begrünung oder als Heckenpflanze verbreitet sind, sieht man von einigen Sorten ab.
Der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) kommt als ein bis zu 5 Meter hoher, reich verzweigter Strauch vor, dessen Zweige einen überwiegend aufrechten Wuchs zeigen, hingegen aber auch teilweise auf dem Boden aufliegen können.

Gewöhnlicher Liguster als Straßen-Grün
Blühender Gewöhnlicher Liguster als Straßenstrauch im Juni

Nicht immer gelingt bei dem Liguster eine Artbestimmung allein über die Blätter. Typisch hingegen sind für den Gewöhnlichen Liguster seine eher schmal-elliptischen Blätter, die einen leicht lederigen Charakter besitzen. Die Spreitenlänge kann bis zu 6,5 cm, die Spreitenbreite bis 1,8 cm betragen und es ist die Basis stets keilförmig. Das Spreitenende ist spitz, zuweilen auch schwach abgerundet. Der Blattrand ist glatt und die Stiellänge beträgt ca. 0,5 cm. Oberseits ist das Blatt dunkelgrün, unterseits etwas heller und kahl. Die Blattanordnung ist gegenständig.
In Abgrenzung zu dem Wintergrünen Liguster (Ligustrum ovalifolium), wo die maximale Spreitenbreite deutlich zur Basis hin verschoben ist, liegt die maximale Spreitenbreite des hier vorgestellten Gewöhnlichen Ligusters (Ligustrum vulgare) annähernd in der Spreitenmitte.

Gewöhnlicher Liguster: Blätter
Gewöhnlicher Liguster: Blattoberseiten (li.), Blattunterseiten (re.)

Etwa im Juni beginnt der Gewöhnliche Liguster zu blühen. Es sind die Blüten an bis zu etwa 6 cm langen, endständigen Rispen verteilt. Der Durchmesser der weißfarbenen und mit vier Kronblättern versehenen Blüten beträgt ca. 0,5 cm. Ohne den sehr kurzen Blütenstiel iegt die Länge einer Blüte bei ±0,8 cm. Die Kronbblätter sind nach außen tws. umgeschlagen und entspringen einer etwa 0,2 cm langen Kronröhre. Deutlich sind die beiden Staubblätter zu beobachten, die ihrer Länge nach nicht die Länge eines Kronblattes übersteigen, aber weit über die in einem unterständigen Fruchtknoten verwachsenen Fruchtblätter hinausragen. Unter einerm Vergrößerungsglas ist an den Rispen eine schwache Behaarung zu erkennen. Der Duft der Blüten ist sehr intensiv. Mit dem Verblühen färben sich die Blüten rötlich-braun. Hin und wieder lassen sich bei dem Gewöhnlichen Liguster auch im September noch (neue) Blütenstände beobachten.

Gewöhnlicher Liguster: Blütenstände
Gewöhnlicher Liguster: Blütenstand im Juni (li.) u. Blütenstand im September (re.)

Gewöhnlicher Liguster: Blütendetails
Gewöhnlicher Liguster: Blüte (li.) u. Behaarung an einer Rispe (re.)

Im September fangen die Früchte an, ihren Reifezustand zu erhalten. Es sind dies kugelige bis 0,6 cm große Beeren, die zur Reife hin schwarz glänzend sind. Für den Menschen sind die Beeren schwach giftig, im Winter aber für einige Vögel, wo die Beeren noch am Strauch hängen, eine willkommene Mahlzeit.

Gewöhnlicher Liguster: Früchte
Früchte des Gewöhnlichen Ligusters

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