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Schwarzer Holunder
(Sambucus nigra)

Andere Bezeichnungen: Holderbusch, Holler

Schwarzer-Holunder
Blühender Schwarzer Holunder im Mai

Der sommergrüne Schwarze Holunder ist wild im nahezu gesamten Europa, darüber hinaus im Kaukasus bis nach Kleinasien hinein, anzutreffen. Überwiegend zeigt er sich als ein breiter Großstrauch mit einer Höhe bis zu etwa 7 Meter, gelegentlich auch als ein kleiner Baum. Er liebt Walränder, Böschungen, Bahndämme und gibt sich auch als Feldgehölz sehr häufig ein Stelldichein. In Siedlungsnähen, ganz im Gegensatz zu seinem Artverwandten, dem Roten Holunder (Sambucus racemosa), ist er fast überall zu beobachten.
Die Äste und Zweige des Schwarzen Holunders sind überwiegend aufrecht, bei bis zu ca. 10 Meter hohen Bäumen gelegentlich auch nach außen hin bogig überhängend.

Schwarzer-Holunder als Baum
Schwarzer Holunder als Baum im September

Die gegenständig angeordneten und lang gestielten unpaarigen Fiederblätter zeigen meistens 5, gelegentlich auch 7 oder gar 9 Blättchen. Ihrem Umriss nach sind die Blättchen elliptisch bis eiförmig und nahezu immer breiter als beim Roten Holunder; lang sind sie etwa 6-10 cm. Unterseits ist das Blättchen an den Adern behaart, zumindest anfänglich, oberseits kahl. Vom ganzrandigen Basisbereich abgesehen, sind die Blättchen scharf gesägt. Die Basis ist (tws. asymmetrisch) keilförmig oder abgerundet; das Blättchenende ist fast immer zugespitzt. Im Gegensatz zur Endfieder sind die Seitenfiedern nur kurz oder gar nicht gestielt bzw. aufsitzend. Der untere Teil der Rhachis ist oberseits rinnig.

Schwarzer-Holunder: Blattober- u. Unterseiten
Schwarzer Holunder: Blattoberseiten (o.), Blattunterseiten (u.)

Schwarzer-Holunder: Blattdetails
Schwarzer Holunder: Blattunter- u. Oberseite (li.), Blättchengrund (Mitte), Blattwerk im Juli (re.)

Die gelblich-weißen Blüten zeigen sich im Mai/Juni zahreich auf 10-15 cm breiten Schirmrispen und verströmen einen markanten Duft; sie sind zwittrig, bis 0,9 cm breit und versehen mit einer 5-zähligen (gelegentlich auch 4-zähligen) doppelten Blütenhülle. Die fünf Staubblätter besitzen hellgelbe Antheren; der kurze wie dicke Griffel ist versehen mit einer dreiteiligen Narbe.

Schwarzer-Holunder: Blüten
Schwarzer Holunder: Blüten

Nach der Blüte entwickeln sich zum August/September hin schwarze, kugelige Steinfrüchte; sie sind etwa 5-6 mm groß. Die Stiele des Fruchtstands sind rot. Die Früchte besitzen viele Vitamine und Mineralien. Zum Verzehr in rohem, also frischem Zustand sind die Früchte ungeeignet bzw. leicht giftig und sollten daher zuvor erhitzt werden.

Schwarzer-Holunder: Früchte, reif und nahezu reif
Schwarzer Holunder: Reifende Früchte Anfang August (li.), nahezu reife Früchte Ende August (re.)

Die reifen Früchte erfreuen sich bei vielen Vögeln besonderer Beliebtheit.; sie besorgen dadurch auch die Ausbreitung der Art.

Die Borke jüngerer Äste ist graufarben, glatt und mit zahlreichen größeren Lentizellen versehen. Im Alter entwickelt sie sich (insbesondere bei Bäumen und älteren Großsträuchern), graubraun sowie längsrissig, netzartig oder gefeldert, zu einer Schuppenborke.
Die Zweige enthalten ein weißes Mark, abgrenzend zum Roten Holunder, dessen Zweige ein gelbliches bis zimtbraunes Mark enthalten.

Schwarzer-Holunder: Borken
Schwarzer Holunder: Borken

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