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Gehölz-Briefmarken
Maacks Heckenkirsche, beheimatet u. a. in Ost-Russland, Nord-China und Japan, ist in den europäischen Gärten und Parkanlagen als strauchiges, sommergrünes Ziergehölz anzutreffen; sie wird bis zu 6 Meter hoch und besitzt auffällig viele waagerecht abgehende Zweige, die nach oben hin in paarweiser Anordnung die schneeweißen Blüten bzw. später die roten Beeren tragen. Die jungen Triebe sind kurz behaart und die Äste fallen auf mit einer länglich abfasernden Borke.
Das gegenständig angeordnete und ganzrandige Blatt ist eiförmig-elliptisch, spitz bis oftmals zugespitzt. Abgrenzend zur häufig anzutreffenden Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) ist die Blattbasis überwiegend breit keilförmig. Der Blattstiel und die unterseitigen Adern sind deutlich behaart; stellenweise ist auch oberseits entlang der Adern eine schwächere Behaarung gegeben. Auf der Oberseite ist das Blatt dunkelgrün, unterseits etwas heller. Die Blattlänge liegt zwischen 5 bis 10,5 cm.
Bei Maacks Heckenkirsche stellt sich die Blüte im Mai ein. Die Blüten erscheinen paarweise am Grund der Blätter; durch die gegenständige Blattanordnung ergibt sich im Anblick ein stets zweimal paarweises Auftreten der Blüten (also vier Blüten über jeweils zwei Blattgründe). Es sind die zwittrigen Blüten zygomorph. In der Draufsicht auf eine geöffnete Blüte mag man meinen, sie sei hinsichtlich ihrer Kronblätter (zum oberen Ende hin) fünfzählig; dem ist aber nicht so: Der Kronröhre entspringt ein zur Spitze hin vierzipfeliges Kronblatt (= Oberlippe) und ein einzelnes, freies und oftmals hängendes Kronblatt (= Unterlippe). Es wird daher auch von einer „2-lippigen“ Blütte gesprochen. Ober- u. Unterlippe sind, in Abgrenzung zu anderen Lonicera-Sträuchern, etwa der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), weißfarben. Beobachtbar sind fünf gelbe Staubblätter und jeweils ein an der Narbe grünlicher Griffel; Staubblätter und Griffel ragen ihrer Länge nach i. A. nicht über die Lippenspitzen hinaus.
Zum August/September hin zeigen sich bei Maacks Heckenkirsche zahlreiche, bis zu ca. 4 mm große, mehrsamige Beeren; sie sind überwiegend leuchtend rot. Für den menschlichen Verzehr sind die Beeren nicht geeignet (= leicht giftig).
Die Borke von Maacks Heckenkirsche ist grau-bräunlich, deutlich längsrissig, faserig und stellenweise abblätternd.
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