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Kupfer-Felsenbirne
(Amelanchier lamarckii)

Andere Bezeichnungen: Korinthenbaum

Kupfer-Felsenbirnen
Kupfer-Felsenbirnen im April am Botanischen Garten Mainz

Im 18. Jahrhundert gelangte die Kupfer-Felsenbirne aus dem öslichen Nord-Amerika nach West- u. Mittel-Europa. Als Obstbaum in unseren Breiten z. T. kultiviert, trägt die Kupfer-Felsenbirne auch die Bezeichnung „Korinthenbaum“ (Früchte = Ersatz für Korinthen).
Die Kupfer-Felsenbirne tritt als ein sehr großer Strauch oder als ein in der Regel mehrstämmiger Baum bis ca. 10 m Höhe in Erscheinung. Ihre Äste in der breiten Krone sind tws. bogenförmig ausgebreitet. Als Ziergehölz erfreut sich die Kupfer-Felsenbirne großer Beliebtheit und ist in Teilen von Nordwest-Deutschland auch verwildert anzutreffen.

Verwechselt werden kann die Kupfer-Felsenbirne leicht mit der Kahlen Felsenbirne (Amelanchier laevis), weshalb bei der Kupfer-Felsenbirne neben dem Blatt (Blattstiel stets behaart) auch die Kelchblattreste der Früchte (± aufrecht) als zusätzliche Merkmale herangezogen werden sollten.

Die wechselständig angeordneten Blätter sind ihrer Form nach elliptisch bis länglich-elliptisch, gelegentlich auch leicht eiförmig. Das Blattende ist spitz und die Basis fällt abgerundet bis schwach herzförmig aus. Der Spreitenrand ist fein gesägt. An Länge erreichen die Blätter ca. 4 bis 10 cm.
Im Austrieb sind die Blätter kupferrot und unterseitig wie am Blattstiel deutlich seidig behaart. Die unterseitige Behaarung ist später überwiegend hinfällig, während die Blattstielbehaarung, mehr oder weniger intensiv, von Dauer ist. Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend gelb-orangefarben bis karminrot.

Blätter der Kupfer-Felsenbirne
Kupfer-Felsenbirne: Blattoberseiten (oben), Blattunterseiten (unten)

Kupfer-Felsenbirne: Blattwerke, Blattdetails
Kupfer-Felsenbirne: Blätter

Etwa zum Aprilanfang, zusammen mit dem Laubaustrieb, zeigt sich die einhäusig veranlagte Kupfer-Felsenbirne in voller Blüte. Die zwittrigen wie 5-zähligen und nicht duftenden Blüten befinden sich an zahlreichen, oftmals übergeneigten bis hängenden Trauben. Ebenso wie die gerade austreibenden kupferfarbenen Blätter, sind auch die Kronblätter und die kelchförmigen Blütenstandsachsen seidig behaart; auch die rötlichen Blütenstiele können ± behaart sein. Die schmal-elliptischen bis leicht verkehrt-eiförmigen Kronblätter sind reinweiß und etwa 9 bis 14 mm lang. Dem nahezu unterständigen Fruchtknoten entspringen 5 Griffel, die sich erst kurz vor den gelben Narben trennen und weit über den Rand des Blütenbechers, ungefähr bis auf auf Höhe der 20 ungleich langen Staubblätter, hinausragen. Das Kelchende wird von einem Diskus ausgekleidet.

Kupfer-Felsenbirne: Blürten
Kupfer-Felsenbirne: Blütenstände (1), Blüte (2 u. 3), behaarter Kelch (4)

Etwa im Juni gelangen die Apfelfrüchte, bis zu ca. 1 cm dick und purpurrot bis blauschwarz, zur Reife. Die Frucht ist äußerlich (also auf dem Exokarp) überwiegend bereift. Die an der Frucht beobachtbaren Kelchreste stehen ± aufrecht. Es haben die Früchte einen angenehmen Geschmack und stehen auf dem Speiseplan vieler Vogelarten.

Früchte der Kupfer-Felsenbirne
Früchte der Kupfer-Felsenbirne, Mitte Juni

Die Borke der Kupfer-Felsenbirne ist anfänglich glatt, überwiegend graufarben. Später zeigt sich die Borke graubraun und deutlich längsrissig.

Borken der Kupfer-Felsenbirne
Borken von Kupfer-Felsenbirnen

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