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Gehölz-Briefmarken
Die mit Dornen versehenen Berberitzensträucher begegnen uns in Parkanlagen und Gärten, aber auch in freier Natur, wo sie sonnige bis halbschattige Orte bevorzugen. Fast immer sind es Sträucher, nur selten kleinere Bäume. Von den etwa 600 Arten der Berberitze sind in unseren Breiten nur wenige vertreten; am häufigsten lassen sich Julianes Berberitze (Berberis julianae), Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii) und die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) beobachten.
Julianes Berberitze, aus China stammend, ist ein immergrüner, sehr dicht verzweigter Strauch mit einem überwiegend aufrechten Wuchs und einer Höhe bis etwa 3 Meter, anzutreffen in Europa als Ziergehölz in Gärten bzw. Parkanlagen.
Ihre derben, grannig gezähnten Blätter behält Julianes Berberitze zu einem großen Teil auch im Winter. Die Grundform der Blätter liegt im Bereich elliptisch bis verkehrt-eiförmig. Die Größen der Blätter an einem Strauch sind sehr variabel; es können Blattlängen (einschl. Stiel) bis ca 12 cm auftreten. Der Blattrand ist gesägt, wobei die etwas abstehenden Zähne einen kurzen Stachel besitzen; ungefähr 15-30 Stachelspitzen sind je Blattseite beobachtbar. Die Blattspitze trägt oftmals ebenfalls einen Stachel, ist also spitz oder stachelspitzig. Die Basis ist schmal-keilförmig. Oberseits sind die (älteren) Blätter tief dunkelgrün; unterseits ist der Farbton matt hellgrün und die Mittelader ist deutlich hervortretend. Bei genauerem Hinsehen ist auf der Unterseite die Fiedernervigkeit des Blattes zu erkennen. Jeweils an den Dornenachseln treten die Blätter büschelartig auf. Die Blattbüschel sind wechselständig angeordnet
Markant sind die bis zu 4 cm langen (Blatt-)Dornen, die an den Langtrieben überwiegend im Trio auftreten und untereinander fast immer einen nahezu rechten Winkel bilden.
Schon im März zeigen sich die wachsgelben, aber zu einem großen Teil noch geschlossenen Blüten, sie treten mit bis zu 15 an der Zahl in büschelartigen Dolden auf. Jede Blüte von Julianes Berberitze besitzt im Allgemeinen 6 Kelch- und 6 Kronblätter, wobei die Kronblätter an ihrer Basisinnenseite je zwei Nektarien besitzen; ferner entspringt ihnen dort je ein Staubblatt (= 6 Staubblätter). Der Griffel ist sehr kurz, fast nicht wahrnehmbar – mit anderen Worten: Die Narbe sitzt sozusagen auf dem oberständigen Fruchtknoten nahezu auf. Der Fruchtknoten selbst lässt schon die spätere Frucht erahnen.
Die mit einem ± 2,5 cm langen Stiel versehenen Früchte werden im August reif und hängen oft noch weit über den Winter hinaus am Strauch. Es sind dies als Ellipsoid autretende, bläuliche und bereifte Beeren, bis etwa 0,8 cm lang und an ihrem oberen Ende noch mit einem Griffelrest versehen. Die Beeren sind für den menschlichen Verzehr nicht geeignet, da leicht giftig.
Eine Verwechslungsgefahr von Julianes Berberitze mit den anderen bei uns häufig auftretenden Berberitzenarten ist kaum gegeben. Die Tabelle unten zeigt die wesentlichen Unterschiede.
Zu berücksichtigen bleibt, dass Julianes Berberitze so gut wie keine Kulturform besitzt, die Gewöhnliche Berberitze eigentlich nur die Kulturform 'Atropurpurea', wohingegen Thunbergs Berberitze zahlreiche Züchtungen erfährt.
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