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Gehölz-Briefmarken
Der Feuer-Ahorn, beheimatet u. a. in China, der Mandschurei, Korea und in Japan, hat nach 1860 in alle größeren europäischen Park- und Gartenanlagen Einzug gefunden. Mit seiner gelb bis leuchtendroten Herbstfärbung macht er seinem Namen alle Ehre. In unseren Breiten ist er überwiegend als ein bis etwa 6 Meter hoher Strauch anzutreffen, seltener als mehrstämmiger Baum mit einer Höhe von 10-15 Meter.
Es sind die Blätter des sommergrünen Feuer-Ahorns gegenständig angeordnet und nahezu durchgängig dreilappig, wobei der Mittellappen am längsten ist; nur vereinzelt können auch ungelappte Blätter zu beobachten sein. Die Lappen sind überwiegend zugespitzt. Im Umriß sind die Blätter breit-eiförmig. Der Blattrand ist scharf doppelt gesägt. Unterseits ist das Blatt anfänglich an der Mittelader und der Basis schwach behaart, oberseits kahl. Die Basis ist überwiegend abgerundet, gelegentlich auch herzförmig. Die Spreitenlänge kann bis zu ca. 8 cm reichen.
Um einer Verwechslung mit dem Tatarischen Steppen-Ahorn (Acer tataricum ssp. tataricum) vorzubeugen, ist es unbedingt erforderlich, hinichtlich der Blattformen die Gesamtheit aller Blätter zu betrachten. Der Merksatz, nach dem die Blätter des Tatarischen Steppen-Ahorns nicht, teilweise oder nur schwach 3-lappig, die des Feuer-Ahorns aber nahezu immer deutlich 3-lappig sind, kann dann mit Vorsicht Anwendung finden. Zu berücksichtigen bleibt aber hierbei, dass junge Tatarische Steppen-Ahorne mit in diesem Fall überwiegend 3-lappigen Blättern, nur schwer vom Feuer-Ahorn auseinanderzuhalten sind.
Etwa im Mai beginnt der Feuer-Ahorn zu blühen. Die duftenden, gelblich-weißen Blüten zeigen sich zahlreich auf langgestielten, aufrechten und bis ca. 4 cm breiten Rispen.
Die bis zu 2,5 cm langen und paarweise auftretenden kahlen Früchte stehen mit ihren Flügeln spitzwinklig bis parallel zueinander. Sie hängen noch oftmals bis weit in das Folgejahr hinein am Strauch.
Die anfänglich gräulich glatte Borke wird später fein längsrissig.
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